Surveillance Entertainment

Die Überwachungsindustrie sieht sich mit dem Problem konfrontiert mehr Kameras zu haben, die Menschen beobachten, als Menschen, um die Kameras zu beobachten. Spätestens seit 9/11 arbeitet die Computerindustrie hart and der Realisierung intelligenter Systeme, die ungewöhnliches Verhalten erkennen und selbstständig einen stillen Alarm auslösen können.
Wir lassen 1984 weit hinter und die Massen jubeln. Sie befürworten und fordern es, sie scheinen es zu mögen.

Surveillance Entertainment ist eine experimentelle Verschmelzung von Vortrag, Installation und medialer Performance. Daniel Fischer aka huetopic präsentiert sein selbst entwickeltes computer-vision-system und die Anwendung in künstlerischen und nicht kommerziellen Projekten. Im Rahmen einer Vorlesung wird versucht die Funktionsweise solcher Systeme näher zu bringen und verständlich zu machen. Ebenso werden zu erwartende Entwicklungsschritte im industriellen und Regierungskontext kritisch beleuchtet und diskutiert.
Zusammen mit dem österreichischen Künstlerduo artbitch werden die Ergebnisse einer Woche Zusammenarbeit in Form einer Performance präsentiert.
Das System von Daniel Fischer liefert dabei Informationen zu erkannten Objekten und ihren Bewegungen and das System von artbitch. Die Daten werden dort zu Klang verarbeitet. Zugleich sendet das System von artbitch Daten zurück an das Videosystem um das dargestellte Video zu beeinflussen.

Surveillance Entertainment ist ein offenes, temporäres Labor: Die Besucher sind angehalten sich einzumischen, Fragen zu stellen und in die ausgestellten Systeme während Vortrag und Performance einzugreifen. Es finden zwei Präsentation statt. Menschen, die nicht vor Ort sein können, haben die Möglichkeit via Live-Stream teilzunehmen.

Daniel Fischer (huetopic, Weimar, Deutschland)
Astrid Schwarz und Oliver Maklott (artbitch, Wien, Österreich)

Moderna Galerija
Ljubljana, Slovenia